MISSION
UMBAJA e. V. engagiert sich für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit für Flüchtlinge und Migranten in Deutschland und unterstützt gleichzeitig Bildung, Entwicklung, Demokratie und Friedensförderung im Sudan.
Wir setzen uns für diese Mission ein, indem wir mit Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zusammenarbeiten. Unsere Arbeit umfasst:
Schulung und Weiterbildung von Fachkräften, die mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten
Organisation und Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen zu den Themen Flüchtlingspolitik, Integration, Armut und Bildung
Partnerschaften mit Organisationen und Netzwerken, die unsere Ziele teilen
Beitrag zum kritischen Diskurs durch Vorträge, Kampagnen und Publikationen
Wir arbeiten außerdem mit NGOs und globalen Bildungseinrichtungen zusammen und unterstützen die Umsetzung nachhaltiger Entwicklungsprojekte mit sinnvoller und langfristiger Wirkung.
Warum „Umbaja“?
„Umbaja“ bedeutet in einer lokalen sudanesischen Sprache „Trompete“. Der Name ist eine Hommage an einen sudanesischen Freiheitskämpfer, der 1899 im Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft getötet wurde. Als Trompeter und mutiges Symbol des Widerstands lebt sein Vermächtnis in unserem Einsatz für Freiheit, Würde und Gerechtigkeit weiter. Seine Stimme, einst getragen von einer Trompete, hallt heute durch unsere Arbeit.
Unsere Geschichte
Wir sind Zeugen.
Zeugen der Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und des Völkermords unter der brutalen Diktatur von Omar Al-Bashir im Sudan. Wir haben uns erhoben. Wir haben Widerstand geleistet. Und wir sind stolz darauf, zu der historischen Revolution beigetragen zu haben, die zu seinem Sturz führte.
Wir sind auch Zeugen der Erfahrungen von Flüchtlingen in Europa und der Welt – ihrer Reisen, ihrer Kämpfe und ihrer Hoffnungen.
Am 24. Mai 2014 gründeten wir gemeinsam mit anderen Aktivisten das Refugees Protest Camp in Hannover, eine starke politische Bewegung, die auf die schlimme Lage im Sudan und die Herausforderungen für Flüchtlinge in Deutschland aufmerksam machen will.
Nach über einem Jahr des Handelns und Organisierens unternahmen wir den nächsten Schritt zum Aufbau einer dauerhaften Plattform für Veränderungen. Am 28. Juli 2015 gründeten wir UMBAJA e. V. als Nichtregierungsorganisation, um unsere Mission der Interessenvertretung, Bildung und Menschenrechte fortzusetzen und zu stärken.
Vorstand

Saeed Maissara

Rahma Eldouma

Yasir Abdallah
Was machen wir?

Beratungen
Wir bieten Migranten und Flüchtlingen maßgeschneiderte Informationen, Anleitungen und Beratungsdienste zu einer breiten Themenpalette und befähigen sie so, sich in ihrer neuen Umgebung selbstbewusst und klar zurechtzufinden.

Globales Lernen
Wir konzipieren und veranstalten sowohl regelmäßige als auch besondere Veranstaltungen, die ein vielfältiges Publikum mit den Grundsätzen und Praktiken der Global Citizenship Education vertraut machen und so den Dialog, das Bewusstsein und transformatives Lernen fördern.

Interessenvertretung
Ziel unserer Arbeit ist die Gestaltung und Beeinflussung politischer und institutioneller Entscheidungen im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich – insbesondere jener, die die Integration und Inklusion von Migranten betreffen.

Vernetzung
Wir unterstützen Flüchtlinge und Migranten beim Aufbau sinnvoller persönlicher und beruflicher Kontakte und helfen ihnen beim Aufbau von Netzwerken, die zu ihrem Wachstum, ihrer Stabilität und ihrem Zugehörigkeitsgefühl beitragen.
Grundsätze

Armut und wirtschaftliche Stärkung
Da über 40 % – wahrscheinlich über 80 % – der Sudanesen von Armut betroffen sind, hält UMBAJA wirtschaftliche Stärkung für unerlässlich. Armut fördert Ungerechtigkeit und schränkt die Freiheit ein. Ihr entgegenzuwirken ist keine Wohltätigkeit, sondern Strategie. Wir legen Wert auf Würde, Autonomie und nachhaltige Entwicklung, um Gemeinden zu helfen, sich von jahrzehntelanger Unterdrückung zu erholen und eine widerstandsfähige Zukunft aufzubauen.

Gleichstellung der Geschlechter
Unter dem autoritären Regime im Sudan verzerrte systematische Unterdrückung die Geschlechterrollen und stellte die Freiheit der Frauen als kulturelle Bedrohung dar. UMBAJA stellt diese schädlichen Normen in Frage, indem es Frauen in den Mittelpunkt des Wandels stellt und bekräftigt, dass Geschlechtergerechtigkeit nicht nur ein Menschenrecht ist, sondern auch für Frieden, Sicherheit und einen wirklich befreiten Sudan unerlässlich ist.

Von afrikanischen Demokratien lernen
Demokratie ist kein westlicher Import – sie gedeiht in ganz Afrika. UMBAJA lehnt koloniale Mythen ab und setzt auf Peer-Learning von afrikanischen Ländern mit lebendigen Demokratien. Wir glauben, dass der Sudan seinen eigenen demokratischen Weg finden kann, indem er regionale Erfolge nutzt, Erfahrungen austauscht und einheimische, kulturell verwurzelte Regierungsmodelle fördert.

Engagement für Nachhaltigkeit
Dauerhafte Veränderungen erfordern nachhaltige Lösungen. UMBAJA integriert soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit in jedes Projekt. Wir verbinden lokale Realitäten mit globalen Zielen und erkennen an, dass nur langfristige, ausgewogene Strategien historische Schäden wiedergutmachen und nachhaltigen Fortschritt fördern können. Nachhaltigkeit ist keine Option – sie ist unsere Grundlage für sinnvolle Transformation.














