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Die Zukunft ist eine Frau: Die Zeremonie zum 10-jährigen Jubiläum von Umbaja feiert die Kraft  Frauen in Hannover

Am 6. Dezember 2025 waren die Hallen des Stadtteilzentrums Stöcken in Hannover erfüllt von Musik, Geschichten und einem seltenen und wunderschönen Gefühl gemeinsamer Sinnhaftigkeit, als Umbaja e.V. sein 10-jähriges Jubiläum mit der wegweisenden Zeremonie „Die Zukunft ist eine Frau“ feierte. Was sich am 6. Dezember 2025 entfaltete, war mehr als eine Feier – es war ein bewegendes Zeugnis von Führung, Widerstandskraft und der transformativen Kraft sudanesischer Migrantinnen und ihrer Verbündeten in der Zivilgesellschaft.
Die Veranstaltung brachte Aktivistinnen, Pädagoginnen, Gemeindevorsteherinnen, Künstlerinnen und Freundinnen der sudanesischen und deutschen Gemeinschaft zusammen, um sechzehn außergewöhnliche Frauen und Organisationen zu ehren, deren Leben und Arbeit ein tiefes Engagement für Gerechtigkeit, Würde und sozialen Wandel widerspiegeln. Im Kontext des andauernden Krieges im Sudan und der Realität von Vertreibung und Exil schuf die Zeremonie einen Raum kollektiver Heilung, Anerkennung und erneuerter Hoffnung.

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Eine Zeremonie von Bedeutung, Erinnerung und Zugehörigkeit
Der Tag begann mit einer warmen und würdevollen Begrüßung durch Vertreterinnen von Umbaja e.V., die über ein Jahrzehnt Basisarbeit in Hannover reflektierten — zehn Jahre interkulturellen Dialogs, Fürsprache und der Schaffung sicherer Räume für Frauen, Familien und junge Menschen. Der Ton war sowohl feierlich als auch nachdenklich, ehrte vergangene Kämpfe und schaute fest in die Zukunft.
Einer der kraftvollsten Momente der Zeremonie war die Grundsatzrede von Frau Anastasia Nkumi Kuma, Vorsitzende von Vielfalt Afrika e.V. und Empfängerin des Migrant Diaspora Self-Organization Award. Aus ihrer eigenen Arbeit als Aktivistin, Traumaberaterin und Gemeinschaftsorganisatorin sprechend, sprach sie über die Führung von Frauen als Form täglichen Mutes und stiller Revolution. Sie verband die Kämpfe von Frauen im Sudan, Kamerun, Nigeria und der Diaspora und hob hervor, wie grenzüberschreitende Solidarität in Zeiten globaler Krise zu einer Lebensader geworden ist.

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Der Grundsatzrede folgte eine eingehende moderierte Diskussion, die dem Publikum erlaubte, sich direkt mit ihren Überlegungen zu Empowerment, Beteiligung von Frauen und der dringenden Notwendigkeit auseinanderzusetzen, strukturelle Ungleichheiten abzubauen. Ihre Worte fanden tiefe Resonanz im Raum, häufig begleitet von Momenten der Stille, Tränen und lang anhaltendem Applaus.

Leben voller Mut und Dienst ehren
Im Herzen der Zeremonie stand die Würdigung der geehrten Frauen und Organisationen — jede Geschichte eine Welt von Hingabe, Kampf und Hoffnung.

UMBAJA
Honor Roll of Distinguished Women

Adwaa Al-Hussin ist Tierärztin und engagierte Aktivistin für Demokratie und Frieden im Sudan. Als Mitglied der Bewegung für neue demokratische Kräfte setzte sie sich für Gerechtigkeit, bürgerliche Rechte und sozialen Wandel ein. Heute ist sie stellvertretende Vorsitzende der Gruppe der Grundsatzerklärung, die den Geist der sudanesischen Revolution stärkt und für Frieden, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Kampf gegen Rassismus eintritt. Seit 2017 wirkt sie auch in Deutschland, u. a. ehrenamtlich bei Amnesty International Nordhorn, wo sie seit 2019 eine starke Stimme für Freiheit und Menschenrechte verkörpert. 2021 trat sie den Grünen bei und engagiert sich besonders für die Erhöhung des Frauenanteils in Politik und Parlament, u. a. durch das Projekt „Mehr Frauen im Bundestag“. Seit dem 13. November dieses Jahres leitet sie das Büro für Ausländerfragen und Integration.

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Anastasia Nkumi Kuma ist Vorstandsmitglied bei Vielfalt Afrika Hannover e.V. sowie beim Afrikanischen Dachverband Nord und engagiert sich als Aktivistin für Gerechtigkeit und Solidarität. Sie macht den Krieg in Kamerun sichtbar und setzt sich kritisch mit den kolonialen Kontinuitäten auseinander, die den Konflikt prägen. Gemeinsam mit Mitstreiter*innen arbeitet sie daran, koloniale Strukturen aufzubrechen und Machtverhältnisse zwischen globalem Norden und Süden zu hinterfragen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Empowerment von Frauen, deren Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe sie stärkt. Zudem unterstützt sie Geflüchtete in Nigeria durch psychosoziale Begleitung und Projekte zur Förderung von Resilienz und besseren Lebensbedingungen. Mit zwei Masterabschlüssen in Beratung und Pädagogik sowie ihrer Qualifikation als Traumaberaterin verbindet sie wissenschaftliche Expertise mit praktischer Arbeit.

Asmaa Abdelhey ist eine herausragende politische Akteurin, deren Engagement für bürgerschaftliches Mitwirken und demokratischen Wandel sich in ihrer Arbeit mit der Umma National Party in Deutschland sowie auf europäischer Ebene deutlich zeigt. In den Strukturen der Partei wirkt sie als bedeutendes Mitglied und koordiniert das General Forum, einen wichtigen Think-Tank, der Politiken und alternative Lösungen entwickelt, um das Erbe der Revolution zu bewahren und die Zukunft des Sudan mitzugestalten. Ausgerichtet an der langjährigen Tradition der Partei, Gerechtigkeit, Demokratie und nationale Einheit zu fördern, setzt sie sich konsequent für zivile Führung, partizipative Politik und inklusive Veränderung ein. Mit Integrität und Weitblick verbindet sie sudanesische Diaspora-Gemeinschaften mit europäischen Partnern, bringt frische Impulse in den Reformprozess und schenkt Hoffnung für ein demokratisches und wohlhabendes Sudan.

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Zahra Lessan von Flüchtlingsrat Niedersachsen. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. ist eine unabhängige, landesweit tätige Menschenrechtsorganisation, die sich für Flüchtlinge und Migrant:innen in Niedersachsen einsetzt. 
Der Verein wurde in den 1980er Jahren gegründet und versteht sich als Bündnis von Flüchtlingsinitiativen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden, Gewerkschaften und engagierten Einzelpersonen. 
Der Flüchtlingsrat kämpft für eine menschenwürdige Aufnahme, faire Asylverfahren, Gleichbehandlung und Chancengleichheit — unabhängig vom Aufenthaltsstatus der Betroffenen. 
Er bietet praktische Unterstützung durch Beratung, Einzelfallhilfe und Projekte zur Integration, Ausbildung und Arbeitsmarktteilhabe. 

Gabriele Janecki arbeitet seit über 25 Jahren als Bildungsreferentin beim Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen. Ihre Schwerpunkte liegen in Bildung für Nachhaltigkeit, transformatives globales Lernen und der Stärkung der Zivilgesellschaft – lokal in Niedersachsen und international. Sie koordiniert mehrere Netzwerke, u. a. mit Sarah Laustroer das Learn2Change – Global Network of Educational Activists, und engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand von Niedersachsen.GLOBAL. Als Erwachsenenbildnerin und Aktivistin setzt sie sich für eine ökologisch und sozial gerechte Zukunft ein. Sie glaubt an die transformative Kraft von Bildung, die Perspektivwechsel ermöglicht, Machtstrukturen hinterfragt, Dialogräume schafft und Menschen weltweit verbindet. Gemeinsam mit Kolleg*innen entwickelt sie Bildungsprojekte, Fortbildungen und Workshops, die lebenslanges Lernen fördern und Menschen befähigen, gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten.

Hanaa Abdeen Musa Abu Ein ist eine engagierte Gemeinschaftsaktivistin, die fest an die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für Frieden und Entwicklung glaubt. Nach ihrer Schulzeit absolvierte sie einen Bachelor in Kommunikationstechnik an der Universität für Ingenieurwissenschaften sowie einen Bachelor in Pflegewissenschaften an der Universität Kairo. Sie wirkte in mehreren gesellschaftlichen Initiativen mit, u. a. als Sozialreferentin der Vereinigung der Menschen aus Marta in Khartum und im Talla-Kulturforum, wo sie Jugendinitiativen stärkte. In Ägypten war sie Schulungsbeauftragte des Verbands der Menschen aus dem westlichen Umland und Kadugli und organisierte Trainings zur Förderung junger Menschen. Zudem vertrat sie die Deutsch-Sudanesische Gesellschaft in Ägypten und ist Mitglied der Deutsch-Sudanesischen Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Ihr besonderes Engagement gilt Frauen- und Kinderrechten, sozialer Gerechtigkeit und dem Aufbau einer friedlichen, diskriminierungsfreien Gemeinschaft.

Dr. Ishraga Mustafa Hamid ist eine sudanesisch-österreichische Schriftstellerin, Forscherin und Medienexpertin, die in Wien lebt und arbeitet. Sie studierte Journalismus im Sudan, schloss ihren Master in Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie ihre Promotion in Politikwissenschaft an der Universität Wien ab und lehrte dort als externe Lektorin. Sie veröffentlichte neun Bücher auf Arabisch und Deutsch und übersetzte zehn weitere, vier davon gemeinsam mit österreichischen Autor*innen.
Sie initiierte Schreibwerkstätten für Migrantinnen unter dem Titel „Niemand außer uns schreibt unsere Biografien“ und betreute deren Veröffentlichung in acht Büchern. Zudem gründete und leitet sie die Organisation Mandi für Friedenskultur und Diversitätsmanagement in Wien und vertritt den österreichischen PEN im internationalen Komitee „Writers for Peace“.
Für ihr Engagement erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Goldene Medaille der Stadt Wien, die höchste Ehrung der österreichischen Hauptstadt.

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Justin Laura Hahn ist eine der prägenden jungen Stimmen der hannoverschen Kulturszene. Seit 2014 im Kulturzentrum Pavillon tätig, gestaltet sie das Haus heute als Teil der Geschäftsführung maßgeblich mit. Ihr beruflicher Weg führte sie vom Freiwilligen Sozialen Jahr über die Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau bis zur Betriebswirtin. Mit analytischem Blick, Empathie und ausgeprägtem Gemeinschaftssinn verantwortet sie seit 2022 die Finanzen, Verwaltung und strategische Entwicklung des Hauses. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich im Verein Vereinte Kultur sowie im Beirat des Landesverbands Soziokultur Niedersachsen, wo sie ihre Expertise für eine starke, demokratische und vernetzte Kulturlandschaft einbringt. 
Unter ihrer Mitwirkung bleibt der Pavillon ein lebendiger Ort der Kultur, Vielfalt und Begegnung – kompetent geführt, offen gedacht und mit spürbarem Herz für die Kultur.

Katrin Beckedorf ist Geschäftsführerin des Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) in Hannover und verantwortet dort die Förderung von Globalem Lernen, entwicklungspolitischer Bildung und nachhaltiger internationaler Zusammenarbeit.  Sie koordiniert maßgeblich das Programm „Eine Welt-Promotor*innen“ in Niedersachsen und stärkt damit das zivilgesellschaftliche Engagement für globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Unter ihrer Führung setzt der VEN Impulse zu Fairer Handel, kolonialen Kontinuitäten und globaler Verantwortung — sowohl vor Ort in Niedersachsen als auch im Netzwerk mit Partnerorganisationen. 
Beckedorf bringt strategische Kompetenz in Öffentlichkeitsarbeit, Lobbying und Netzwerkentwicklung ein – und agiert als Bindeglied zwischen Bildungs-, Politik- und Zivilgesellschaft. Damit trägt sie entscheidend dazu bei, dass entwicklungspolitische Themen in Niedersachsen sichtbarer werden und Bildungs- wie Vernetzungsräume entstehen.

Lawahiz Goummah ist eine engagierte Humanistin und Gemeinschaftsführerin, die Mitgefühl und Tatkraft miteinander verbindet. Tief bewegt vom Leid der Menschen im Sudan und  sudanesischen Bundesstaat Südkordofan (Kadugli) initiierte sie in Hannover die „Two Euro Initiative“, eine Basisbewegung zur Unterstützung der Kriegs- und Vertreibungsopfer. Um ihre Wirkung zu verstärken, gründete sie die Sudanesisch-Deutsche Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit, die sich der Förderung von Entwicklungszusammenarbeit auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene verschrieben hat – mit besonderem Fokus auf Afrika und insbesondere den Sudan. Durch Aufklärungsarbeit, Partnerschaften und humanitäre Projekte fördert sie Bildung, kulturellen Dialog und gegenseitiges Verständnis zwischen den Menschen. Mit Empathie und Verantwortungsbewusstsein baut sie Brücken der Solidarität und Hoffnung zwischen Deutschland und dem Sudan.

Lina Marie Jäger ist ein Fördermitglied des Umbaja Vereins, verkörpert den Geist von Mitgefühl, Offenheit und Engagement, der die Willkommenskultur Hannovers prägt. Mit ihrem fundierten Hintergrund in der Sozialen Arbeit widmet sie ihr Wirken der Stärkung von Menschen, der Förderung interkulturellen Verständnisses und der Verankerung demokratischer Werte. Als Schulsozialarbeiterin der Landeshauptstadt Hannover verbindet sie Einfühlungsvermögen mit Professionalität, um Kinder und Familien unterschiedlichster Herkunft zu unterstützen. Ihr akademischer Werdegang – mit einem Masterabschluss in Sozialer Arbeit im internationalen und interkulturellen Kontext – spiegelt ihren tiefen Glauben an die Kraft von Bildung und Dialog wider. Ihr ehrenamtliches Engagement, unter anderem als Landesvorsitzende des DBSH und Mitgründerin eines Menschenrechtsvereins, zeugt von ihrem unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit und Teilhabe. Sie ist eine wahre Brückenbauerin im Herzen Hannovers.

Malaz Nouri Khalil Siddig ist eine engagierte und dynamische junge Fachkraft, deren Leidenschaft für gesellschaftliches Engagement und kulturellen Austausch sie zu einem geschätzten Mitglied des hannoverschen Gemeinwesens macht. Als ausgebildete Zahnärztin verbindet sie fachliche Präzision mit menschlicher Empathie. In den letzten drei Jahren war sie aktiv in die Arbeit von UMBAJA eingebunden und hat mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrer Energie Projekte unterstützt, die Vielfalt, Dialog und Teilhabe fördern. Über ihren beruflichen Hintergrund hinaus ist Frau Siddig für ihr ehrenamtliches Engagement und ihre Fähigkeit bekannt, Menschen unterschiedlicher Kulturen miteinander zu verbinden. Durch ihren kontinuierlichen Einsatz verkörpert sie den Geist von Offenheit, Zusammenarbeit und sozialer Verantwortung, der das kulturelle Leben Hannovers prägt.

Marion Rolle leitet die Geschäftsstelle des VNB e.V. und setzt sich seit vielen Jahren für qualitativ hochwertige Bildungsarbeit ein, die Menschen zu aktivem globalem Verantwortungsbewusstsein befähigt. Ihr Schwerpunkt liegt auf Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung, da sie Bildung als zentralen Schlüssel für gesellschaftlichen Wandel sieht. Unter ihrer Führung entstehen vielfältige Lern- und Begegnungsräume, in denen Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit und soziale Teilhabe vermittelt und gestaltet werden. Marion Rolle ist Dipl.-Sozialpädagogin und Politikwissenschaftlerin und seit fast 30 Jahren in der politischen Bildungsarbeit tätig. Seit 2019 leitet sie die regionale Geschäftsstelle NordWest des VNB, vernetzt lokale und globale Bildungsakteur*innen und fördert deren Engagement für eine gerechte, nachhaltige und demokratische Welt.

Dr. Marwa Tageldin ist Ärztin, Expertin für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRHR), Beraterin und leidenschaftliche Verfechterin von Frauengesundheit, Bildung und Empowerment. Sie ist Gründerin von Red Card, einer sudanesischen Initiative, die von jungen Menschen und Frauen geleitet wird und sich für die Förderung sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte sowie die Stärkung sudanesischer Gemeinschaften einsetzt – mit besonderem Fokus auf Frauen und Mädchen.
Dr. Tageldin leitet außerdem die One Million Sustainable Pads Campaign, die Menstruations- und reproduktive Gesundheitsbildung für geflüchtete und vertriebene Frauen und Mädchen anbietet und gleichzeitig den Zugang zu nachhaltigen Menstruationsprodukten innerhalb und außerhalb des Sudans sicherstellt.
Mit Mitgefühl, Fachkompetenz und unermüdlichem Einsatz arbeitet sie daran, Bildung, Würde und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden und sicherzustellen, dass keine Frau und kein Mädchen auf ihrem Weg zu Gesundheit, Wohlbefinden und Selbstvertrauen zurückgelassen wird.

Sarah Laustroer arbeitet beim Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen im Bereich Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, transformatives Lernen und politische Bildung. Wichtige Themen in ihrer Arbeit sind Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit, Antidiskriminierung und gesellschaftliche Teilhabe. Sie koordiniert das internationale Bildungsnetzwerk „Learn2Change – Global Network of Educational Activists“ seit dessen Gründung zusammen mit Gabriele Janecki. Aus dem Austausch im Netzwerk schöpft sie immer wieder Motivation für ihre Arbeit und gibt die Motivation auch gerne an andere weiter.

Susanne Müller-Jantsch war bis 2023 Geschäftsführerin des  Kulturzentrums Pavillon in Hannover, einem Ort, der für Offenheit,  Kreativität und Vielfalt steht. Sie hat dazu beigetragen, den Pavillon zu einem zentralen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt und zu einem Zuhause für viele Zugezogene und Gemeinschaften zu machen. Der  Pavillon unterstützte die Gründung von UMBAJA und öffnete dem Verein stets seine Türen, sodass er aktiv zur Gestaltung der hannoverschen Kulturlandschaft beitragen konnte. Susanne Müller-Jantsch ist ein Fördermitglied des UMBAJA Vereins. Aktuell ist sie Kulturberaterin beim Landesverband Soziokultur Niedersachsen.

Janika Millan ist seit vielen Jahren eine prägende Persönlichkeit der hannoverschen Kulturszene. Als Leiterin des Sachgebiets „Internationale Kultur und Städtepartnerschaften“ im Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover engagiert sie sich mit großem Einsatz für Offenheit, Vielfalt und internationalen Austausch. Ihr Wirken trägt maßgeblich dazu bei, Hannovers kulturelle Identität zu formen und die Beziehungen zu Partnerstädten und vielfältigen Gemeinschaften weltweit zu stärken. Frau Millan verkörpert den Geist der Willkommenskultur, der Hannover auszeichnet – eine Stadt, die Menschen, Ideen und Kreativität aus aller Welt mit offenen Armen empfängt. Mit ihrem Engagement fördert sie Dialog, Zusammenarbeit und eine lebendige kulturelle Begegnung.

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Silke Merzhäuser ist Fördermitglied des UMBAJAs und eine couragierte Kulturschaffende, die Offenheit und gesellschaftliche Empathie in Hannover stärkt. Sie studierte Politikwissenschaft, Literatur und Sozialpsychologie und verbindet als Dramaturgin, Autorin und Creative Producer wissenschaftliche Genauigkeit mit menschlicher Sensibilität. In der Werkgruppe2 entwickelt sie hybride Theater- und Filmprojekte, die Stimmen an den Rändern hörbar machen. Ihre preisgekrönten Kurzfilme und dokumentarischen Hörstücke vereinen journalistische Recherche mit dichter Inszenierung und regen zur Reflexion über Gesellschaft und Erinnerung an. In Lehre und Gremienarbeit schlägt sie Brücken zwischen künstlerischer Praxis und ziviler Bildung. Seit 2022 ist sie zudem in der Regionalstruktur des Film- und Medienbüros Niedersachsen aktiv. Ihr erzählerisches Engagement macht Anderssein sichtbar und fördert die Werte der offenen Gesellschaft.

Eiman Abulgasim Seifeldin ist Pädagogin und engagierte Aktivistin bei International Community Care e.V. Ihr Wirken konzentriert sich auf globale Bildung, Migration, bürgerschaftliches Engagement und Umweltschutz. Dabei setzt sie sich mit großem Einsatz für die Stärkung marginalisierter Gemeinschaften ein – durch partizipative Methoden und die Kraft des Geschichtenerzählens. In Zeiten des Wandels legt sie besonderen Wert auf Führungskompetenz und nutzt Projektmanagement, um Aktivismus, Bildung und interkulturellen Dialog miteinander zu verbinden. Ihr Engagement fördert inklusive und nachhaltige gesellschaftliche Veränderungen in Bereichen wie Landwirtschaft, Klimagerechtigkeit, Demokratie, Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte, Frieden und den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Ihre Arbeit umfasst Erwachsenenbildung, politische Bildung, non-formale und soziale Bildungsarbeit, Hochschullehre und berufliche Weiterbildung – stets getragen von einer Vision für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Menschlichkeit.

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Mawada Abdelhamied ist eine engagierte Aktivistin und Menschenrechtsverteidigerin, deren Wirken Mut, Solidarität und Widerstandskraft verkörpert. Sie war ein aktives Mitglied des Protestcamps Oranienplatz in Berlin und eine führende Persönlichkeit im Flüchtlingsprotestcamp am Weißekreuzplatz in Hannover, zwei bedeutenden Bewegungen, die gegen restriktive Asylpolitiken protestierten und für Würde und Gerechtigkeit von Geflüchteten eintraten. Im Jahr 2015 spielte sie eine entscheidende Rolle bei der Gründung von Umbaja e.V. in Hannover, einer Initiative, die Empowerment, Dialog und kreative Ausdrucksformen für Geflüchtete und Migrant*innen fördert. Mit unermüdlichem Engagement gibt Frau Abdelhamied den Stimmlosen eine Stimme und schafft inklusive Räume, in denen Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit im Mittelpunkt stehen.

Mana Atiglo ist Fachpromotorin für Migration und Partizipation beim VEN e.V.. Mit großem Engagement stärkt sie migrantische Organisationen und Partnerschaftsgruppen, die sich entwicklungspolitisch engagieren. Ihr Schwerpunkt liegt auf Qualifizierung, Vernetzung sowie auf der Projekt- und Antragsberatung für internationale Südprojekte.
Darüber hinaus setzt sie sich für die interkulturelle Öffnung der Entwicklungspolitik ein. Durch ihre Arbeit baut sie Brücken zwischen migrantischen Communities, der entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft in Niedersachsen und Partnern im Globalen Süden. Mit ihrem Einsatz macht Frau Atiglo globale Verantwortung konkret — durch Zusammenarbeit, Empowerment und nachhaltige Entwicklung.
Wir freuen uns sehr, sie heute auf unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen und ihre wichtige Arbeit ins Rampenlicht zu rücken.

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Hala El-Bushari, in Sudan geboren und in den Niederlanden ansässig, ist Biomedizinerin mit über 20 Jahren Erfahrung in Parasitologie, Immunologie und Molekularbiologie. Sie besitzt einen MSc in Parasitologie der Universität Juba und absolvierte Weiterbildungen in molekularer Diagnostik und Immunologie an Leiden University Medical Center, Radboud Universität und Fontys Hogeschool Eindhoven. Ihre Laufbahn umfasst Forschung, Klinik und Biotechnologie, u. a. an der Universität Leiden, DSM Delft, dem CBS Pilz-Biodiversitätszentrum und der Universität Utrecht. Sie arbeitet zu Enzymexpression, Pilzgenetik, Hefestamm-Optimierung und Infektionsdiagnostik und beherrscht PCR, Klonierung, ELISA und Proteinaufreinigung. Arabisch und Englisch spricht sie fließend, Niederländisch auf NT2-II-Niveau. Ihre Arbeit steht für Neugier, Resilienz und interkulturelle Kooperation in der biomedizinischen Forschung.

Die Zukunft ist eine Frau

„Die Zukunft ist eine Frau“ ist eine transnationale Sensibilisierungskampagne und Initiative zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements, die sich an sudanesische Zielgruppen richtet – sowohl im Land als auch in der globalen Diaspora. Die Kampagne ist in den sozialen Medien stark vertreten und wird durch Lobbyarbeit, Bildungsarbeit und Storytelling-Initiativen unterstützt, die den Stimmen von Frauen und Mädchen Gehör verschaffen.


Unser Fokus liegt auf sudanesischen Gemeinschaften weltweit, insbesondere auf der Ansprache von Jugend- und Frauennetzwerken in Deutschland, Europa und Afrika. Die Kampagne richtet sich weltweit an arabisch-, englisch- und deutschsprachige Zielgruppen.

Mission

Bewusstsein schaffen
Die zentrale Rolle von Mädchen und jungen Frauen beim Wiederaufbau der sudanesischen Gesellschaft und der Gestaltung einer friedlichen, inklusiven Zukunft hervorheben.


Stimmen verstärken
Plattformen schaffen, auf denen Frauen und Mädchen ihre Geschichten teilen, ihre Bedürfnisse äußern und ihre Visionen für Führung und Wandel einbringen können.

 

Frieden und Wohlbefinden fördern
Für psychisches, soziales und wirtschaftliches Wohlergehen als Grundpfeiler für die aktive und nachhaltige Teilhabe von Frauen an der Gesellschaft eintreten.

 

Zum Handeln anregen
Familien, Gemeinschaften und Institutionen mobilisieren, in die Führungsqualitäten, Talente und Träume von Mädchen und jungen Frauen zu investieren.

Programm 

  • Globale Social-Media-Kampagne (September 2025 – August 2028)

  • Online-Plattform „Future Voices“ – Ein digitaler Raum für Geschichten, Dialog und Meinungsäußerung

  • Workshops und Online-Dialoge – Interaktive Sitzungen fördern Lernen und Vernetzung

  • Botschafterprogramm (2026–2028) – Jugendarbeit und gesellschaftliche Führung

  • Jahresberichte und Wirkungspräsentationen – Erfolge feiern und Erkenntnisse teilen

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